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Gartenmöbel aufarbeiten & streichen: Schritt-für-Schritt Anleitung
Sobald die ersten warmen Tage kommen, zeigt sich der Zustand Ihrer Gartenmöbel schonungslos: Vergrautes Holz, raue Oberflächen und ein matter Gesamteindruck. Allerdings gibt es eine gute Nachricht: Mit der richtigen Pflege sehen Ihre Holzmöbel nicht nur wieder aus wie neu, sondern sind auch für die kommende Saison bestens geschützt.
In dieser Anleitung zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Gartenmöbel aufarbeiten und professionell behandeln — vom Entgrauen über das Beizen bis zur schützenden Versiegelung. Alle verwendeten Produkte basieren auf natürlichen Ölen und sind frei von gesundheitsschädlichen Lösungsmitteln.
Warum Gartenmöbel aus Holz regelmäßig pflegen?
Holz ist ein lebendiges Material — laut Gesamtverband Deutscher Holzhandel der wichtigste Faktor für Langlebigkeit im Außenbereich. Wind, Regen, UV-Strahlung und Temperaturschwankungen setzen ihm über die Monate hinweg zu. Die typischen Folgen:
- Vergrauung — UV-Licht zersetzt das Lignin an der Holzoberfläche
- Rissbildung — Wechsel zwischen Nässe und Trockenheit lässt das Holz arbeiten
- Rauer Griff — Aufgestellte Holzfasern machen die Oberfläche unangenehm
- Pilz- und Algenbefall — Feuchtigkeit begünstigt mikrobiellen Bewuchs
Wer regelmäßig seine Gartenmöbel aufarbeiten und pflegen möchte — idealerweise einmal im Jahr zum Saisonstart — verhindert dauerhafte Schäden und verlängert die Lebensdauer Ihrer Möbel um viele Jahre.
Der beste Zeitpunkt: Ein trockener Tag mit mindestens 15–20 °C Außentemperatur. Nicht in der prallen Mittagssonne arbeiten — das Holz sollte nicht zu heiß sein, damit Öl und Lack gleichmäßig einziehen können.
Was Sie brauchen: Material und Werkzeug
Werkzeug
- Schleifpapier in verschiedenen Körnungen (80er, 120er, 240er)
- Schleifklotz oder Exzenterschleifer
- Pinsel mit Naturborsten oder Flächenstreicher
- Wassereimer und Bürste (für den Entgrauer)
- Fusselfreie Tücher
Le Tonkinois Produkte — je nach Bedarf
Nicht jeder Schritt ist bei jedem Möbelstück nötig. Neues, unbehandeltes Holz braucht keinen Entgrauer. Wer die natürliche Holzfarbe behalten möchte, lässt die Beize weg. Nur der Schutzlack (Le Tonkinois Vernis) ist in jedem Fall empfehlenswert.
Schritt 1 — Vergrautes Holz reinigen und aufhellen
Wenn Ihre Möbel bereits eine oder mehrere Saisons hinter sich haben, ist das Holz wahrscheinlich grau und verschmutzt. Der Le Tonkinois Holzentgrauer entfernt diese Vergrauung auf natürlicher Basis mit Oxalsäure.
So geht’s:
- Den Holzentgrauer mit einem Pinsel satt auf die trockene Holzoberfläche auftragen
- 15 Minuten einwirken lassen — nicht länger, und nicht in direkter Sonneneinstrahlung
- Mit klarem Wasser und einer Bürste gründlich abwaschen
- Das Holz vollständig trocknen lassen (mindestens 24 Stunden bei gutem Wetter)
Anschließend ist das Ergebnis sichtbar: Das Holz ist wieder deutlich heller und bereit für die weitere Behandlung.
Tipp: Falls Ihr Holz noch gut erhalten ist, können Sie diesen Schritt überspringen und direkt mit dem Schleifen beginnen.
Schritt 2 — Oberfläche schleifen und vorbereiten
Darüber hinaus ist Schleifen die Grundlage für ein gutes Ergebnis. Denn nur auf einer glatten, sauberen Oberfläche können Öl und Lack richtig haften.
So geht’s:
- Grober Schliff (80er–120er Körnung): Alte Lackreste, raue Stellen und aufgestellte Fasern entfernen. Immer in Maserungsrichtung schleifen.
- Feiner Schliff (180er–240er Körnung): Die Oberfläche glätten und für die Aufnahme von Öl oder Lack vorbereiten.
- Staub entfernen: Die geschliffene Fläche gründlich mit einem leicht feuchten, fusselfreien Tuch abwischen. Das Holz muss staubfrei und trocken sein.
Praxis-Tipp: Zusätzlich sollten Sie die Oberfläche mit der Handfläche kontrollieren — sie sollte sich gleichmäßig glatt anfühlen, ohne raue Stellen oder Kanten.
Schritt 3 — Grundierung mit Vorstreichöl
Dennoch wird dieser Schritt oft übersprungen — zu Unrecht. Das Bio Impression Vorstreichöl dringt tief ins Holz ein, härtet es von innen und vereinheitlicht das Saugverhalten. Das ist deshalb besonders wichtig, weil Holz an verschiedenen Stellen unterschiedlich stark saugt — ohne Grundierung kann der spätere Lack ungleichmäßig trocknen und Risse bilden.
So geht’s:
- Bio Impression unverdünnt mit einem Pinsel oder Flächenstreicher dünn auftragen
- Das Öl 6–8 Stunden trocknen lassen
- Nach dem Trocknen die Oberfläche leicht anschleifen (240er Körnung) — das Öl richtet feine Holzfasern auf, die jetzt entfernt werden
- Staub abwischen
Verbrauch: Etwa 20–24 m² pro Liter — eine Flasche reicht für ein komplettes Gartenmöbel-Set.
Kann ich diesen Schritt weglassen? Bei nicht stark saugendem Holz im Innenbereich ja. Für Gartenmöbel, die ganzjährig draußen stehen, empfehlen wir die Grundierung dringend.
Schritt 4 — Farbgebung mit Yacht-Öl Beize
Dieser Schritt ist optional — nur nötig, wenn Sie die Holzfarbe verändern möchten. Wer hingegen die natürliche Farbe seines Holzes behalten will, springt direkt zu Schritt 5.
Die Yacht-Öl Beize von Le Tonkinois ist ölbasiert und dringt porentief ins Holz ein, ohne es abzusperren. Sie ist in fünf Farbtönen erhältlich:
- Eiche hell — für einen warmen, hellen Holzton
- Eiche dunkel — klassisch und kräftig
- Teak — der beliebte Gartenmöbel-Farbton
- Mahagoni — edel und rötlich
- Schwarz — modern und kontrastreich
So geht’s:
- Die Beize mit einem Pinsel gleichmäßig und dünn in Maserungsrichtung auftragen
- 8 Stunden trocknen lassen
- Bei Bedarf leicht zwischenschleifen (240er Körnung) und eine zweite Schicht auftragen
- Für intensivere Färbung bis zu 3 Schichten möglich
- Nach der letzten Schicht mindestens 24 Stunden trocknen lassen
Verbrauch: 250 ml reichen für etwa 5 m² — bei einem Tisch mit 4 Stühlen kommen Sie mit 1–2 Flaschen aus.
Wichtig: Die Beize allein schützt das Holz nicht vor Witterung. Sie muss immer mit Vernis oder Marine No.1 versiegelt werden.
Unsere Yacht-Öl Beizen:
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Schritt 5 — Schutzlack auftragen: Le Tonkinois Vernis
Der wichtigste Schritt: Le Tonkinois Vernis ist ein Öllack auf Basis von Leinöl und Tungöl (Chinaholzöl). Dabei bildet er eine flexible, atmungsaktive Schutzschicht, die nicht abblättert, sondern bei Alterung gleichmäßig verwittert — folglich sind spätere Auffrischungen deutlich einfacher als bei herkömmlichen Lacken.
So geht’s:
- Vernis nicht schütteln — nur vorsichtig umrühren. Schütteln verursacht Bläschen, die im Lackfilm sichtbar bleiben.
- Mit einem Naturborstenpinsel oder Flächenstreicher dünn und gleichmäßig auftragen. Dabei gilt: Lieber mehrere dünne Schichten als eine dicke.
- Mindestens 24 Stunden trocknen lassen, bevor die nächste Schicht folgt.
- Nach jeder 2.–3. Schicht leicht mit feinem Schleifvlies (320er oder feiner) zwischenschleifen.
- Für Gartenmöbel empfehlen wir mindestens 4–6 Schichten. Außerdem berichten erfahrene Anwender, dass 6 und mehr Schichten den besten Langzeitschutz bieten.
Verbrauch: Etwa 20 m² pro Liter pro Schicht.
Vernis oder Marine No.1 — Was wann?
Für die meisten Gartenmöbel ist der Standard-Vernis die richtige Wahl. Marine No.1 lohnt sich, wenn die Möbel ganzjährig ungeschützt im Freien stehen — er bietet höhere UV-Beständigkeit und dringt tiefer ins Holz ein.
Mattes Finish mit Gélomat
Falls Sie keinen Glanz möchten, mischen Sie Gélomat unter den Vernis:
- Sehr matt: Gélomat und Vernis zu gleichen Teilen
- Satiniert (halbmatt): 1/3 Gélomat, 2/3 Vernis
Schutzlacke und Zubehör:
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Schritt 6 — Pflege und Wartung
Zusammenfassend ist nach der Aufarbeitung regelmäßige Pflege der Schlüssel zur Langlebigkeit:
- Jährlich prüfen: Kontrollieren Sie die Oberfläche zum Saisonstart auf matte Stellen oder Abnutzung
- Auffrischen: beispielsweise reichen 1–2 frische Schichten Vernis als jährliche Auffrischung — ohne komplett neu schleifen zu müssen. Das ist ein großer Vorteil von Le Tonkinois gegenüber herkömmlichen Lacken.
- Reinigung: Verschmutzungen mit lauwarmem Wasser und einem weichen Tuch entfernen. Vermeiden Sie außerdem aggressive Reiniger.
- Winterschutz: Darüber hinaus sollten Sie Ihre Möbel im Winter trocken und frostfrei lagern, oder Sie atmungsaktive Schutzhüllen.
Ehrliche Erwartung: Bei ganzjährig exponierten Möbeln hält der Anstrich erfahrungsgemäß 2–3 Jahre, bevor eine gründlichere Auffrischung nötig wird. In geschützten Bereichen hingegen, etwa auf einer überdachten Terrasse, deutlich länger.
Tipp: Den Natur-Pinselreiniger verwenden, um Ihre Pinsel nach der Arbeit fachgerecht zu reinigen — so halten sie viele Jahre.
Lack, Lasur oder Öl — Was ist besser für Gartenmöbel?
Diese Frage stellen sich viele Heimwerker. Zunächst die wichtigsten Unterschiede:
Öl dringt ins Holz ein, schützt von innen und betont die natürliche Maserung. Es blättert nicht ab, muss aber häufiger aufgefrischt werden (alle 6–12 Monate).
Lasur ist pigmentiert und bietet guten UV-Schutz, dringt aber weniger tief ein als Öl. Sie verwittert gleichmäßig und muss alle 2–3 Jahre erneuert werden.
Herkömmlicher Lack bildet eine harte Schicht auf der Oberfläche. Er schützt sehr gut, aber wenn er altert, blättert er ab — und die Reparatur ist aufwendig, weil der alte Lack komplett entfernt werden muss.
Le Tonkinois Vernis vereint die Vorteile: Als Öllack auf Basis von Leinöl und Tungöl dringt er ins Holz ein wie ein Öl, bildet aber gleichzeitig eine schützende Lackschicht. Er blättert nicht ab, sondern verwittert gleichmäßig — Auffrischungen sind daher jederzeit ohne großen Schleifaufwand möglich. Dazu kommt: Le Tonkinois ist auf natürlicher Basis hergestellt. Sie brauchen weder Atemschutz noch spezielle Schutzausrüstung bei der Verarbeitung.
Häufige Fragen
Kann man Gartenmöbel ohne Schleifen streichen?
Bei neuer Beize oder Lack auf unbehandeltem Holz — theoretisch ja, jedoch wird das Ergebnis deutlich schlechter. Denn Schleifen öffnet die Poren und sorgt dafür, dass Öl und Lack richtig haften. Bei der Auffrischung einer bestehenden Le Tonkinois Schicht reicht ein leichtes Anschleifen mit feinem Schleifvlies.
Wie oft muss ich meine Gartenmöbel nachbehandeln?
Grundsätzlich empfehlen wir bei ganzjährig exponierten Möbeln eine Auffrischung mit 1–2 Schichten Vernis pro Jahr. In geschützten Bereichen reicht alle 2–3 Jahre.
Welche Holzart braucht welche Behandlung?
- Teak, Eiche, Robinie: Sehr witterungsbeständig, profitieren stark von einer Vernis-Versiegelung
- Kiefer, Fichte: Weichholz saugt stärker — hier ist Bio Impression als Grundierung besonders wichtig
- Ahorn, Birke (helles Holz): Beachten Sie, dass Le Tonkinois Vernis einen leicht gelblichen Ton hat, der auf sehr hellem Holz sichtbar ist
Wann ist der beste Zeitpunkt zum Streichen?
Trockenes Wetter, mindestens 15 °C Außentemperatur, nicht in der prallen Sonne. Ideal ist ein leicht bedeckter Frühlingstag. Beachten Sie dabei: Planen Sie genug Zeit ein — mit Trocknungsphasen dauert der komplette Prozess mehrere Tage.
Wie lagere ich angebrochene Dosen am besten?
Beachten Sie außerdem: Le Tonkinois wird nach dem Öffnen relativ schnell fest. Erfahrene Anwender füllen den Rest in kleinere Gebinde (z. B. saubere Spülmittelflaschen) um, damit möglichst wenig Luft an den Lack kommt. Gut verschlossen und kühl lagern.
Fazit
Gartenmöbel aufarbeiten ist kein Hexenwerk — mit den richtigen Produkten und etwas Geduld erzielen Sie Ergebnisse, die sich sehen lassen können. Le Tonkinois bietet Ihnen alles aus einer Hand: vom Holzentgrauer über die Grundierung und optionale Beize bis zum schützenden Vernis.
Das Besondere an Le Tonkinois: Zudem sind alle Produkte auf natürlicher Basis, einfach zu verarbeiten und — dank des Öllack-Prinzips — auch langfristig pflegeleicht, weil spätere Auffrischungen unkompliziert möglich sind.
Haben Sie Fragen zur Anwendung? Kontaktieren Sie uns — wir beraten Sie gerne.
Sie fragen sich, ob Öl, Lack oder Lasur der richtige Holzschutz für Ihre Gartenmöbel ist? In unserem Ratgeber Holzöl oder Lack — Was schützt Holz im Außenbereich besser? vergleichen wir alle Optionen.
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